Kamille, das vielfältige Wundermittelchen

Häufig steht sie an Waldrändern und Äckern, sehr häufig auch an Autobahnraststätten: Die Kamille. Für viele sieht sie aus wie ein zu groß geratenes Gänseblümchen. Für Andere jedoch ist sie die Heilpflanze schlechthin. In der Kamille steckt nämlich mehr als es ihr angeansehen wird – sie hilft nämlich zuverlässig bei vielen Beschwerden, die auch altersübergreifend auftreten können und ist somit für jede Personengruppe interessant.

Sie wirkt krampflösend bei Magen- und Darmbeschwerden, sowie bei Blähungen. Häufig wird sie bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Hierzu kann ein Tee aus Kamilleblüten aufgegossen werden. Auf eine Tasse heißes Wasser kommt dabei ein Esslöffel Blüten.

Anwendungsgebiete fernab des klassischen Kamillentees
Ein weiterer Einsatzort von Kamilleblüten findet sich in der äußerlichen Anwendung. Die Pflanze gilt als entzündungshemmend und wundheilfördernd. So wird sie häufig bei Haut- und Schleimhautentzündungen angewandt. Häufig kommt es bei bettlägerigen Senioren zu wunden Stellen im Gesäß- und Steißbereich. Hier hilft ein Sitzbad aus 50 Gramm getrockneten Blüten, die man mit einem Liter Wasser ansetzt.

Ein anderes weit verbreitetes Problem unter Senioren sind Entzündungen rund um die Dritten im Mund und am Zahnfleisch. Hier hilft stark aufgebrühter und abgekühlter Kamillentee als Mundspülung.

Zusätzlich zu Tee und Bädern kann eine Tinktur aufgesetzt werden. Hierzu wird ein halbes Schraubdeckelglas (beispielsweise ein leeres Marmeladenglas) getrockneter Kamilleblüten benötigt, welches mit Doppelkorn aufgefüllt wird. Diese Mischung muss nun bis zu 6 Wochen an einem warmen Ort ziehen. Danach wird die Tinktur am besten durch einen Kaffeefilter abgefiltert und fest verschlossen. Sie kann bei Erkältungen, Blasenschwäche, Rheuma und Gicht zum Einsatz kommen.

Eine andere Anwendungsmöglichkeit ist ein Aufguss zum Inhalieren. Er ist besonders schleimlösend bei Erkältungen und anderen Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Asthma. Hierzu wird eine gute Hand voll Blüten mit heißem Wasser aufgegossen und die entstehenden Dämpfe inhaliert. Am Besten funktioniert dies, wenn der Betroffene sich den Kopf mit einem Tuch zudeckt.

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