Seit geraumer Zeit beobachten Wissenschaftler einen steten Anstieg der Lebenserwartung in den Industrieländern. Viele Umstände haben zu diesem Anstieg der Lebenserwartung geführt. So ist das maximal erreichbare Alter neben unzähligen Faktoren aus dem Bereich der persönlichen Lebensumstände auch von Trinkwasserqualität und medizinischer Versorgung abhängig.
Natürlich erschöpfen sich die äußeren Umstände nicht in den beiden letztgenannten Punkten, doch sind gerade diese Punkte sehr gute Beispiele für den Einfluss von Umständen, welche durch technischen und wissenschaftlichen Fortschritt begünstigt werden. Gerade diese technisch-wissenschaftlichen Punke sind naturgemäß in Industrieländern am höchsten entwickelt. Dazu kommt, dass eine technisch-wissenschaftliche Blüte nur dann erreicht werden kann, wenn diese Entwicklung nicht durch negative Faktoren wie Hunger, Krieg oder Seuchen gehemmt wird. Diese negativen Faktoren stehen aber nicht nur einer zivilisatorischen Weiterentwicklung im Wege, sondern begünstigen durchaus auch eine geringe Lebenserwartung. So wundert es auch nicht, dass gerade in solchen, vom Schicksal gebeutelten Ländern und Regionen niedrige Lebenserwartungen an der Tagesordnung sind. Beispielsweise darf die weltweit niedrigste Lebenserwartung mit 34,1 Jahren das afrikanische Swasiland für sich verbuchen darf.
Mit 83,4 Jahren durchschnittlicher Lebenserwartung darf der Zwergstaat Andorra die höchste durchschnittliche Lebenserwartung für sich beanspruchen. Aber Japan, das ja bekannt für seine hohen Lebenserwartungen ist, ist den Kleinstaat mit 79 Jahren für Männer und 86 Jahren für Frauen dicht auf den Fersen. In der Bundesrepublik Deutschland liegt die durchschnittliche Lebenserwartung für Jungen bei 77 und für Mädchen bei 82 Jahren. Tendenz steigend. Dass die Lebenserwartung von Jungen hinter denen der Mädels zurückbleibt, ist auf ungesünderen Lebenswandel sowie eine allgemein höhere Risikobereitschaft bei den männlichen Vertretern unserer Spezies zurückzuführen.